Die Seele des Mannes

Die Seele als existierendes “Etwas” ?

Dieser Artikel ist einer Freundin gewidmet. Ich hoffe, er hilft dir.

Gehen wir einfach grundsätzlich davon aus, dass eine “Seele” unabhängig vom Körper eines Menschen existiert und existieren kann. Die aus dieser reinen Annahme resultierende Fragen des “Woher” und “Wohin” lassen wir komplett weg.

Gehen wir weiter davon aus, dass diese “Seele”, zu Beginn rein wie ein Keim, an den Leib einer gebärfähigen Frau übergeben wird um dieser “Seele” ein fleischlichen Körper, sprich Gefäß, zu erschaffen.

Gehen wir weiter davon aus, dass der menschliche Körper, seine Organe, sein Gehirn, sein Zentralnervensystem, Knochen, Zähne (usw.usf.) und jedwede Sinne dazu dienen, diese “Seele” im Laufe ihrer Bindung zu bilden.

Weiter gehen wir davon aus, dass die bestehenden, und sich aus der Situation ergebenden Ungleichheiten der Körper, einen Sinn erfüllen.

Wir gehen bei weiteren Überlegungen auch davon aus, dass die zum gebären und heranzüchten auserwählte Frau, auch mit diesem Umstand einverstanden ist.

Desweiteren gehen wir davon aus, das wir uns an gegebene Gesetze und gesellschaftliche Normen in irgendeiner Form gebunden fühlen. Ein Ziel dieser Gesetzgebung ist völlige Gleichstellung von Mann und Frau.

Gleichstellung der Geschlechter (englisch: „Gender Equality“) ist der Prozess tatsächlicher Gleichstellung von Geschlechtern in rechtlicher Hinsicht und im Hinblick auf ihr persönliches und berufliches Entfaltungspotential in einer Gesellschaft (Chancengleichheit). Gleichstellung als Ausdruck sozialer Gerechtigkeit führt zu einer gleichen Teilhabe an persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Damit schafft Gleichstellung der Geschlechter auch die Freiheit und den gesellschaftlichen Raum, individuelle Lebensentwürfe zu realisieren

Quelle: wikipedia

Diese “Seele” befindet sich nach der Einpflanzung des Keimlings für ungefähr 9 Monate in dem Leib einer Frau. In diesen 9 Monaten befindet sich die “Seele” in permanenter und in einer für sie scheinbar auswegloser Gefangenschaft. Sie scheint im Grunde nur einem Zweck zu dienen: das Wohlbefinden der Züchterin zu steigern. Einen anderen Zweck wird sie zu diesem Zeitpunkt schwerlich erkennen können.

Selbst wenn wir davon ausgehen, das die Züchterin ihrem Körper nur dieser, ihr vorübergehend anvertrauten, “Seele” (hier mit im weiteren Verlauf wechselnden rechtlichen Status – z.B. Embryo oder Fötus) zuträglicher Dinge zuführt und antut, so lebt die Seele dennoch in totaler Knechtschaft und wird 9 Monate der Beeinflussung des weiblichen Körpers ausgesetzt. Obendrein wird die “Seele” mit von außen kommenden Lauten, gemeinhin Sprache genannt, regelrecht bombardiert.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass der Fötus nur aus einem Grund wächst: in der verzweifelten Hoffnung, so endlich diesem Gefängnis zu entkommen. Schlicht, irgendwann ist nicht mehr genügend Platz innerhalb des züchtenden Gefäßes und die Züchterin wird so gezwungen, der “Seele” ihre Freiheit zu gewähren.

Die “Seele” ist nach verlassen des weiblichen Körpers nur scheinbar in Freiheit. Dies scheint sie recht bald zu erkennen, was sie in der daraus resultierenden ersten Lautäußerung zu erkennen gibt: Die “Seele” schreit.

Ebenso gut kann es sich bei der Ursache des Schreies auch um das sogenannte “Stockholm Syndrom” handeln.

Das Syndrom mag unverständlich erscheinen. Die Forschungsliteratur nennt zahlreiche mögliche Ursachen für das Stockholm-Syndrom:

  • In erster Linie manifestiert sich die Wahrnehmungsverzerrung, die zum Stockholm-Syndrom führt, darin, dass die subjektive Wahrnehmung der Geisel nur einen Teil der Gesamtsituation erfassen kann. Das Opfer erlebt eine Zurückhaltung der Einsatzkräfte vor Ort, es fühlt sich mit zunehmender Dauer der Entführung alleingelassen. Dagegen wird das Agieren der Geiselnehmer überproportional wahrgenommen, schon kleinste Zugeständnisse (das Anbieten von Nahrung) werden als große Erleichterungen empfunden. Das Opfer erlebt eine Situation, in der es ausschließlich „Gutes“ von den Geiselnehmern erfährt. Es kommt zu der für Außenstehende subjektiv nicht nachvollziehbaren Folge, dass ein Opfer mehr Sympathie für seine Peiniger empfindet als für die rettenden Einsatzkräfte.

  • Täter werden sich Opfern gegenüber oftmals wohlwollend verhalten, weil sie die Opfer als Vermögenswerte ansehen oder um eine Eskalation der Situation zu vermeiden. Hieraus kann eine emotionale Bindung und Dankbarkeit von Opfern gegenüber Tätern entstehen.

  • Der maximale Kontrollverlust bei einer Geiselnahme ist nur schwer zu verkraften. Erträglicher wird dies, wenn sich das Opfer einredet, es sei zum Teil auch sein Wille, beispielsweise, da es sich mit den Motiven der Entführer identifiziert.
Quelle Stockholm Syndrom: wikipedia

Hier scheint sich die Forschung uneins.

Die männliche “Seele” ist nach verlassen des Körpers der Züchterin bereits korrumpiert. Es dürfte zumindest nicht einfach sein, sich dieser Prägung im weiteren Verlauf ihrer Bildung zu entziehen.

Diese Prägung der männlichen “Seele”, bzw. dem verzweifelten und letztendlich womöglich unmöglichen Versuch sich dieser zu entledigen, könnte Ursache mancherlei männlicher Phänomene sein. Letztlich verlorene Lebenszeit.


Eine körperunabhängige seelische Substanz wird wohl auch keine Erde brauchen. Außer zur Bildung weiterer körperunabhängiger seelischer Substanzen.


Am Ende wird sich diese “Seele” wohl einfach in einem erlösendem Jubelschrei in Nichts auflösen.

Schlussendlich hat sie sich am Ende aller sie beeinflussenden “Dinge” entledigt. Körper, Naturgesetze und der sie umgebenden anderen gefangenen “Seelen”.

Die Grundidee für eine körperunabhängige Seele, wird irgendwann vor Jahrtausenden am gemeinsamen abendlichen Lagerfeuer entstanden sein. Wie so viele andere gute Geschichten auch.

2 Antworten auf „Die Seele des Mannes“

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